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Ostukraine: Wahlen in Gefahr

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Ostukraine: Wahlen in Gefahr

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Polens Außenminister Radoslaw Sikorski hat bei seinem Besuch in Kiew gefordert, die Präsidentenwahl am 25. Mai müsse auch in der krisengeschüttelten Ostukraine ohne Druck und Gewalt verlaufen. Die Übergangsregierung müsse alles tun, um eine faire und freie Abstimmung zu garantieren.

Interimspräsident Olexandr Turtschynow erklärte unterdessen, die Situation in Donezk und Luhansk sei äußerst gefährlich. “Ich fordere die Bewohner von Donezk und Luhansk dazu auf, die Anti-Terror-Operation zu unterstützen, damit wir gemeinsam die Terroristen und die Separatisten in der Region besiegen können,” so Turtschynow.

In Slowjansk, einer Bastion der Separatisten im Osten, ist die Situation weiter angespannt. Die pro-russischen Aktivisten bereiten sich auf weitere Kämpfe mit der ukrainischen Armee vor: “Heute errichten wir eine strategische Straßensperre zwischen Rostow und Charkiw. Unser Ziel ist es, Angriffe der Truppen der Kiew-Junta aufzuhalten. Wir werden hier bis zum letzten Mann die Stellung halten. Wir bauen auch Bunker.”

Die Separatisten versuchen, den Ablauf der Wahl am 25. Mai zu stören. In Donezk plünderten und schlossen sie mehrere Wahllokale. Kiew hat ukrainische Soldaten, die einst Wahlen im Irak sicherten, nun in den Osten des Landes geschickt.