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Ruhe in der Ostukraine: Der Schachzug des Oligarchen

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Ruhe in der Ostukraine: Der Schachzug des Oligarchen

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Knapp zehn Tage vor der Präsidentenwahl haben sich im Osten der Ukraine Regierungskräfte und Separatisten erneut Gefechte geliefert. Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte mit, die “Anti-Terror-Operation” befinde sich in der “Schlussphase”. Die Separatisten wollen in ihren Bastionen Donezk, Slowjansk und Kramatorsk die Abstimmung mit allen Mitteln verhindern.

Doch es gibt eine Gegenbewegung: In Mariupol und mehreren anderen Städten patrouillieren Stahlarbeiter gemeinsam mit der Polizei. Augenzeugen zufolge sind die maskierten Separatisten abgezogen. Es sei wieder Normalität eingekehrt. Hinter dem Einsatz steckt der ukrainische Oligarch Rinat Achmetow. Der 47-jährige Milliardär sieht seine Interessen in der Region gefährdet. Aus diesem Grund setzt er sich nun für eine vereinte Ukraine ein. Er schickte Angestellte seines Unternehmens Metinvest in die Stadt zum Aufräumen.

Ukrainischen Medien zufolge finanzierte Achmetow allerdings noch bis vor kurzem die Separatisten. Er habe so für Chaos sorgen wollen, um die Regierung in Kiew, die vorhatte, gegen Oligarchen vorzugehen, unter Druck zu setzen. Doch dann sei ihm die Kontrolle über die Separatisten entglitten und er habe seine Taktik geändert.