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Balkan-Sintflut: Mehr als 30 Tote

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Balkan-Sintflut: Mehr als 30 Tote

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Die verheerende Hochwasserkatastrophe auf dem Balkan fordert immer mehr Menschenleben. Inzwischen kamen in den Wassermassen und durch einstürzende Gebäude in Serbien und Bosnien-Hercegovina mehr als 30 Menschen ums Leben. Besonders schwer betroffen ist die an den Flüssen Save und Kolubara gelegene Stadt Obrenovac. Bereits 4.000 Menschen mussten in dem südwestlich von Belgrad gelegenen Ort aus ihren Häusern gerettet werden.

In Bosnien-Hercegovina ist die Lage in Bijeljina besonders kritisch. Hier mussten rund 10.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, nachdem die Save den Hochwasserschutz überspült hat.

Tausende Freiwillige schlossen sich den Rettungsteams im westserbischen Sabac beim Bau von Schutzdämmen an.

Von den schlimmsten Fluten seit 120 Jahren sind weit über eine Million Menschen betroffen. Der angerichtete Schaden dürfte in die Millionen gehen – in zwei Balkan-Staaten, deren wirtschaftliche Lage ohnehin schlecht ist. In Bosnien-Hercegovina kam es wegen der katastrophalen sozialen Lage erst im letzten Februar zu schweren Unruhen.

Während sich in Österreich die Hochwassersituation in den vergangenen Stunden leicht entspannt hat, könnte sich die Lage in Serbien noch weiter verschlimmern. Am Sonntagabend soll eine neue Flutwelle die Save erreichen und auch am Sonntag soll es weiter regnen.

Weiterführender Link

Hydrometeologischer Dienst der Republik Serbien: Aktuelle Pegelstände (serbisch)