Eilmeldung

Eilmeldung

Bergungsarbeiten eingestellt: 301 tote Kumpel

Sie lesen gerade:

Bergungsarbeiten eingestellt: 301 tote Kumpel

Schriftgrösse Aa Aa

Die Zahl der Toten bei dem Grubenunglück im türkischen Soma ist auf 301 angestiegen. Die teilte Energieminister Taner Yildiz mit. 485 Kumpel konnten lebend geborgen werden, vermisst werde niemand mehr. Im Bergwerk war vor der Bergung der beiden letzten Leichen ein Feuer ausgebrochen, das aber rasch gelöscht werden konnte. Während die Rettungsmannschaften ihre Arbeit einstellten, beschwerten sich überlebende Kumpel über die Sicherheitsvorkehrungen des privaten Bergwerksbetreibers:

“Zumindest hätten sie uns warnen können. Niemand hat etwas gesagt, bis der Rauch kam. Wenn man uns früher über Tage gebracht hätte, hätten mehr Menschen überlebt. Als wir rauskamen, war der Rauch bereits überall und niemand konnte mehr raus”, beklagt Erdal Bicak, der das Unglück überlebte.

In mehreren türkischen Städten wurden Mahnwachen für die Opfer des Grubenunglücks abgehalten. Dabei kam es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Das Unglück hat wütende Proteste gegen die Regierung ausgelöst, der Kritiker eine Mitschuld an der Katastrophe geben. Nachdem Demonstranten Aufforderungen der Polizei, ihre Versammlungen aufzulösen, nicht Folge leisteten gingen die Ordnungskräfte zum Teil mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor. Mehrere Dutzend Personen wurden festgenommen.

.