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Internationale Front gegen Boko Haram gebildet

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Internationale Front gegen Boko Haram gebildet

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Zur Bekämpfung der radikalislamischen Boko Haram wollen Frankreich, Großbritannien, die USA, Nigeria und vier Nachbarstaaten Nigerias zusammenarbeiten. Dies vereinbarten sie auf einem Gipfeltreffen in Paris. Großbritannien will Militärberater nach Nigeria entsenden, der französische Präsident Francois Hollande verwies auf die französische Militärpräsenz in der Region: “Koordination bei der Aufklärung, Informationsaustausch, zentrale Koordination unserer Mittel, Grenzüberwachung. Militärpräsenz besonders um den Tschad-See und die Möglichkeit bei Gefahr einzugreifen. Lasen sie mich hier sagen, dazu ist es nicht notwendig, dass Frankreich Truppen schickt, sie sind bereits in der Region”, sagte Hollande nach dem Treffen am Samstag in Paris.

Der Nigerianische Staatspräsident Goodluck Jonathan betonte die Gefahr, die Boko Haram darstellt. “Boko Haram ist nicht länger die lokale religiös motivierte Terrorgruppe, die 2002 in Nigeria entstand. Seit 2009 hat sie sich verändert und operiert jetzt eindeutig als eine Al-Kaida-artige Organisation. Man sollte sie besser als Al Kaida in West und Zentralafrika beschreiben”, erklärte der nigerianische Präsident.

Die offenkundige Unfähigkeit der nigerianischen Sicherheitskräfte, die über 200 Schülerinnen aufzufinden, die im vergangenen Monat im Norden Nigerias von Boko Haram entführt worden waren, hatten die USA, Großbritannien und Frankreich bewogen, eine internationale Konferenz zur Bekämpfung von Boko Haram zu veranstalten. Nigerias Staatspräsident Goodluck Johnathan hat lange gezögert, internationale Hilfe anzunehmen.