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Janukowitschs Anwesen jetzt ein Flüchtlingsheim

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Janukowitschs Anwesen jetzt ein Flüchtlingsheim

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Im vergangenen Februar sind Bilder vom luxuriösen Anwesen des gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch um die Welt gegangen. Mittlerweile haben rund 30 Flüchtlinge von der Krim und aus dem Osten des Landes auf dem Anwesen Unterschlupf gefunden.

Sie leben in den früheren Wohnungen der Angestellten des Präsidenten. Olga ist eine von ihnen. Sie floh aus Slowjansk mit ihren beiden Kindern. Sie erzählt: “Wir haben Freunde und Familienangehörige in der Region um Donezk, die geblieben sind, doch es ist nicht sicher dort. Uns wurde empfohlen nach Kiew zu gehen und das haben wir dann auch gemacht, u.a. weil wir hier arbeiten können. Wir wollen niemandem auf der Tasche liegen.”

Kommandant Denys Tarakhkotelyk zufolge können noch 70 weitere Flüchtlinge aufgenommen werden. Er erklärte: “Sie können hier bleiben, solange die Behörden noch nicht entschieden haben, was mit dem Besitz geschehen soll. Bis dahin werden wir ihnen auf jede erdenkliche Art und Weise helfen.”

Die Verpflegung der Flüchtlinge wird mit dem Erlös der Eintrittskarten finanziert. Touristen können für rund 1 Euro 50 das Anwesen besichtigen. Olga hofft, dass sich die Lage nach der Präsidentenwahl stabilisiert und sie heimkehren kann.