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Schweizer stimmen über Mindestlohn und Aufrüstung ab

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Schweizer stimmen über Mindestlohn und Aufrüstung ab

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In der Schweiz entscheiden die rund fünf Millionen Wahlberechtigten an diesem Sonntag darüber, ob es künftig in der Schweiz einen gesetzlichen Mindestlohn geben soll und ob die Schweizer Luftwaffe für Milliarden von Franken neue Kampfjets erhält oder nicht.

Mit der Mindestlohn-Initiative streben die Schweizer Gewerkschaften und Sozialdemokraten die Einführung einer gesetzlich vorgeschriebenen Lohnuntergrenze von umgerechnet fast 18,50 Euro an. Bei Vollarbeitszeit sollen Arbeitgeber künftig mindestens knapp 3.300 Euro zahlen. Regierung, Parlament und Wirtschaft weisen die Mindestlohn-Forderung zurück. Dies würde dem Wirtschaftsstandort Schweiz schaden und
Arbeitsplätze vernichten.

In einer anderen Volksabstimmung geht es um die Modernisierung der Schweizer Luftwaffe. Die Regierung will für umgerechnet 2,6 Milliarden Euro 22 Kampfjets des schwedischen Typs Gripen kaufen. Damit sollen veraltete Tiger-Jets ersetzt werden. Sonst wäre die Schweiz
nicht mehr in der Lage, ihren Luftraum zuverlässig zu schützen, heisst es bei den Befürwortern. Die Gegner sagen, ein neutrales Land wie die Schweiz brauche keine hochgerüstete Luftwaffe. Das Geld solle für Bildung ausgegeben werden.