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Überflutungen auf dem Balkan: Höchststände werden noch erwartet

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Überflutungen auf dem Balkan: Höchststände werden noch erwartet

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In den überschwemmten Gebieten in Serbien ist keine Besserung in Sicht. Zahlreiche Menschen mussten auch am Freitag aus der Luft gerettet werden. Besonders in Obrenovac und in Svilajnac in der Umgebung von Belgrad bleibt die Lage kritisch. Zahlreiche Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten. Bisher starben fünf Menschen. Die Rettungskräfte brachten landesweit Tausende Bewohner in Sicherheit.

Laut Regierungschef Aleksandar Vucic müssen weitere Zehntausende ihre Häuser verlassen. Zudem drohe eine Katastrophe biblischen Ausmaßes, wenn die weiter östlich gelegene Stadt Sabac nicht “verteidigt” werde. “Ich wage es nicht, über Menschenleben zu sprechen und über das Wasser, das aus der Save kommt”, so Vucic. “Nie zuvor hat es in der serbischen Geschichte eine solche Katastrophe gegeben.” Das Hochwasser ist das schlimmste in der Region seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 120 Jahren.

Auch im benachbartem Bosnien-Herzegowina bleibt die Lage kritisch. Die Behörden warnten, dass die Donau und die Save ihre Höchststände erst in den nächsten Tagen erreichen. Zudem könnten die Wassermassen Landminen an die Oberfläche spülen. In Bosnien-Herzegowina forderten die Fluten bisher zwei Menschenleben.