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Zahl der Todesopfer nach Grubenunglück in der Türkei weiter gestiegen

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Zahl der Todesopfer nach Grubenunglück in der Türkei weiter gestiegen

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Aus dem Kohlenbergwerk in der türkischen Stadt Soma sind weitere Todesopfer geboregen worden. Zudem behindert nach dem Grubenunglück ein neues Feuer die Suche nach den noch vermissten Bergleuten. Man versuche, den neuen Brand unter Kontrolle zu bekommen, sagte Energieminister Taner Yildiz. Die Zahl der Todesopfer sei auf 299 angestiegen. Er gehe davon aus, dass höchstens noch drei Kumpel unter Tage eingeschlossen seien.

Es gibt so gut wie keine Hoffnung
mehr, dass sie noch leben. Zuletzt waren am Mittwoch Überlebende geborgen worden. Die Bergwerkskatastrophe ist die schwerste in der Geschichte der Türkei.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sorgte für Aufruhr, weil er die Katastrophe heruntergespielt und gesagt hatte, dass “solche Unfälle ständig passieren”. Außerdem gibt es ein Video auf dem er offenbar in Soma jemanden ohrfeigt.

In Ankara, Istanbul und Soma kam es nach dem Grubenunglück zu Protesten. Die Polizei ging mit Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstranten vor.