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Ägypten vor der Wahl: "Wir haben keine Angst mehr"

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Ägypten vor der Wahl: "Wir haben keine Angst mehr"

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Am 26. und 27. Mai wählt Ägypten einen neuen Präsidenten, aller Voraussicht nach wird es der General Abdel Fatah al-Sisi. Viele Menschen in dem krisengeschüttelten Land hoffen darauf, dass nun endlich Ruhe und Stabilität einkehren nach Jahren der Unruhe und politischen Wirren.

Ein Mann aus einem Kairoer Vorort meinte: “Wir wollen einfach ein anständiges Leben leben und uns sicher fühlen, wir bitten Gott, alle Teile unserer Gesellschaft zu reformieren.”

Ein anderer sagte: “Wir fordern vom künftigen Präsidenten, dass er korrekt und gerecht arbeitet und sich um die armen Menschen kümmert, damit wir das Mindeste haben wie Wasser und Strom und vor allem Brot.”

Und ein Dritter fügte hinzu: “Wir haben keine Angst mehr, wir sind müde. Die früheren Regierungen haben uns unser Geld gestohlen, dann sind sie abgehauen und haben uns hungrig in den Straßen zurückgelassen. Schauen Sie mich an, ich bin 63 Jahre alt und stehe den ganzen Tag in der Sonne auf der Straße, dabei sollte ich im Ruhestand sein und mich zu Hause mit meinem verdienten Geld ausruhen.”

Ruhe und Sicherheit, angesichts von Anschlägen, die den Wahlkampf begleiten, angesichts von Massenverurteilungen von Muslimbrüdern erscheinen sie als naheliegende Wünsche. Neben al-Sisi steht als einziger Konkurrent Hamdeen Sabbahi zur Wahl, während der Revolution 2011 war er einer der Anführer der Opposition. Die Muslimbrüder, aus deren Reiehn Ex-Präsident Mohammed Mursi stammte, gelten inzwischen als Terrorgruppe und dürfen nicht antreten.

euronews-Korrespondent Mohammed Shaikhibrahim: “Sie haben bescheidene Träume und sie leiden denselben Schmerz. Ihre Forderungen sind die gleichen wie immer, sie wollen ein würdiges Leben, Freiheit, soziale Sicherheit – die Forderungen der Revolution also, die bisher nicht erfüllt wurden.”