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Gewinn-Absacker bei Ryanair

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Gewinn-Absacker bei Ryanair

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Teures Kerosin und ein harter Preiskampf mit anderen Billigfliegern in Europa haben bei Ryanair den Gewinn angenagt – zum ersten Mal seit fünf Jahren. Im Geschäftsjahr bis Ende März sank der Gewinn bei Europas größter Billigairline um acht Prozent auf 523 Millionen Euro.
Tickets zu Kampfpreisen hatten mehr Passagiere in die Maschinen gelockt: 81,7 Millionen, 2,4 Millionen mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf gut fünf Milliarden Euro.

Besserer Service, attraktivere Ziele und mehr Geschäftsreisende sollen Ryanair wieder rentabler machen.

Ryanair setzt wie die Konkurrenz auch auf attraktive Ziele in Europa mit neuen Stützpunkten in Athen, Brüssel, Rom und Lissabon. Ab Oktober kommt eine Basis in Köln dazu, auch Danzig und Warschau werden künftig angeflogen.

Und am Image wird gearbeitet: Die Linie
wirbt mit Service wie fest zugewiesenen Sitzplätzen, einem zweiten Handgepäckstück oder
“stillen Flügen” frühmorgens und spätabends. Auf ausgewählten Strecken soll ein
“Business-Service” mit schnellerem Sicherheitscheck und laxeren
Handgepäck-Regeln ab Herbst Passagiere anlocken.

Schlagzeilenträchtige Ideen wie Stehplätze oder Gebühren für die Toiletten-Benutzung sind nach Medienberichten (“Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung”) wohl eher PR-Gags.

Im neuen Geschäftsjahr will Ryanair bis zu 620 Millionen Euro Überschuss erwirtschaften.

Zur Zeit fliegt Ryanair nach eigenen Angaben 186 Ziele in 30 Ländern an und beschäftigt mehr als 9000 Menschen.

su mit dpa