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Größte Pharma-Fusion so gut wie geplatzt

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Größte Pharma-Fusion so gut wie geplatzt

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Die britisch-schwedische AstraZeneca hat auch das auf über 85,4 Milliarden Euro aufgestockte Angebot des US-Rivalen Pfizer abgelehnt. Die Amerikaner wollen nun keine weitere Offerte abgeben und schlossen eine feindliche Übernahme aus. An der Börse stürzten AstraZeneca-Aktien um 13 Prozent auf 42 Pfund ab.

Der Viagra-Hersteller hatte seit Januar um AstraZeneca geworben und zuletzt für eine AstraZeneca-Aktie zusammengenommen 55 Pfund geboten. Pfizer wollte so als weltgrößter Pharma-Konzern am Schweizer Konkurrenten Novartis vorbeiziehen – steht aber auch unter Zugzwang, weil für einige seiner Verkaufsschlager wie den Blutfettsenker Lipitor und das Potenzmittel Viagra der Patentschutz ausläuft. AstraZeneca arbeitet an einigen vielversprechenden Krebsmitteln.

Der Vorstand könne erst bei einer Offerte von mindestens 58,85 Pfund zustimmen, sagte AstraZeneca-Verwaltungsratschef Leif Johansson. Die Amerikaner hätten in allen Gesprächen nicht überzeugend darlegen können, worin strategisch die Logik eines Zusammenschlusses bestehen könne.

Auch Politiker und Wissenschaftler waren gegen den Mega-Deal. Pfizer ist bekannt dafür, nach Übernahmen im großen Stil Stellen zu streichen. Das wird auch dieses Mal in den USA, Großbritannien und Schweden befürchtet. Außerdem könnte die Forschung in Großbritannien an Bedeutung verlieren.

su mit dpa, Reuters