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Grubenunglück in Soma: Verantwortliche der Betreiberfirma festgenommen

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Grubenunglück in Soma: Verantwortliche der Betreiberfirma festgenommen

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Nach dem Grubenunglück in der Türkei sind 24 Menschen festgenommen worden, die für die Katastrophe verantwortlich sein sollen. Darunter befinden sich mit einem Manager und dem Chefingenieur auch zwei Mitglieder der Bergwerksleitung. Die zuständige Staatsanwaltschaft will offenbar insgesamt gegen fünf Verantwortliche der Betreiberfirma Verfahren einleiten.
Der Verdacht lautet auf Totschlag.

Am Unglücksort in Soma sind Demonstrationen verboten. Zahlreiche Menschen beteiligten sich aber an diesem Protestzug in Istanbul und einem weiteren Marsch in Ankara.

“Wir sind heute hier, um die Todesopfer von Soma zu würdigen,” sagt ein Teilnehmer. “Die angeordnete nationale Trauer reicht uns nicht aus. Diese Demonstartion hier sollte als der Beginn eines Kampfes angesehen werden.”

Offiziell beendet wurden inzwischen die Bergungsarbeiten mit dem Schließen der Eingänge. Türkische Medien berichteten, der Zugang zu der Grube sei zugenmauert worden. Zu dem Areal hätten nur noch Experten Zutritt, die den Vorfall untersuchten.

Bei dem schwersten Grubenunglück in der Geschichte der Türkei waren 301 Kumpel ums Leben gekommen und 485 Arbeiter gerettet worden.

Die Betreibergesellschaft und die türkische Regierung hatten jede Verantwortung für das Grubenunglück zurückgewiesen.