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Norden Malis ist wieder Kampfgebiet.

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Norden Malis ist wieder Kampfgebiet.

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Tuareg-Rebellen haben offenbar im Norden Malis 36 malische Soldaten getötet und mehr als zwei Dutzend Zivilisten als Geiseln genommen.

Nach eigenen Angaben übernahm die Tuareg-Rebellenbewegung die Kontrolle über Malis nördlichste Provinzhauptstadt Kidal.

Malis Armee erklärte dagegen, es seien acht Regierungssoldaten und 28 Rebellen ums Leben gekommen. Malischen Medien zufolge wurden die Rebellen erst zurückgeschlagen und erlangten dann bei einem Gegenangriff zum Teil die Oberhand.

Malis Premierminister Moussa Mara erklärte:

“Angesichts dieser Kriegserklärung – anders kann man diesen Angriff nicht werten – befindet sich die Republik Mali fortan im Krieg. Wir werden auf diese Situation entsprechend antworten.”

Die malische Armee habe laut Mara inzwischen in Kidal alle von den Aufständischen besetzten Gebäude mit Ausnahme des Gouverneurssitzes wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Dort hielten die Rebellen die Geiseln fest.

Islamisten der Ansar Dine-Gruppierung hatten gemeinsam mit den Tuareg.Rebellen 2012 den Norden Malis besetzt. Dort strebten sie die Errichtung eines fundamentalistischen Gottesstaates an. Französische und afrikanische Truppen hatten die Extremisten weitgehend aus der Region vertrieben. Vereinzelt kam es aber weiter zu Anschlägen.