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Milliardengeschäft Zwangsarbeit

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Milliardengeschäft Zwangsarbeit

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Mit moderner Sklaverei, Zwangsarbeit und sexueller Ausbeutung wurden im Jahr 2012 weltweit 110 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Nach Angaben der UN-Organisation sind weltweit 21 Millionen Männer, Frauen und Kinder betroffen. Mehr als die Hälfte sind Mädchen und Frauen. Auch 5,5 Millionen Kinder sind Opfer von Sklaverei.

Die größten Profite fallen im asiatisch-pazifische Raum an, 38 Milliarden Euro, dann aber folgten bereits die entwickelten Industrieländer, darunter die EU-Staaten und Nordamerika, mit einem Gesamtgewinn in Höhe von 34,2 Milliarden Euro.

Fast zwei Drittel dieser illegalen Gewinne entstehen durch Zwangsprostitution. Zwangsprostitution ist auch ein überaus profitables Geschäft. Pro Opfer wird hier im Jahr ein Gewinn von 16.000 Euro erwirtschaftet, in der Landwirtschaft sind es dagegen nur 1.800 Euro.

Neben der Zwangsprostitution ist Zwangsarbeit die häufigste Erscheinungsform moderner Sklaverei. Sie findet sich in der Landwirtschaft aber auch im Bau und im produzierenden Gewerbe.

90 Prozent der Zwangsarbeit erfolgt im Privatsektor, aber auch Staaten würden Menschen gegen ihren Willen zur Arbeit zwingen, oft im Rahmen des Strafvollzuges, stellt die ILO fest.

Armut, mangelnde Schulbildung, Einkommensschocks und Migration sind nach Ansicht der Internationalen Arbeitsorganisation die Hauptfaktoren, die Menschen in die moderne Sklaverei treiben.

Weiterführender Link

ILO-Bericht zur Zwangsarbeit