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Staatstrauer in Serbien beginnt

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Staatstrauer in Serbien beginnt

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Nach den Rekord-Fluten der vergangenen Tage in Serbien bleibt die Situation in der überschwemmten Region um die Stadt Obrenovac angespannt. Inzwischen gibt es auf dem Balkan insgesamt mindestens 40 Tote zu beklagen, rund 500.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Aufgrund der dramatischen Situation hat die serbische Regierung eine dreitägige Staatstrauer beschlossen. Die Regierung hofft, dass nun das Schlimmste vorbei ist. “Wenn es in den nächsten Tagen keine weiteren Probleme oder Unfälle gibt, können wir den Notstand beenden”, so Ministerpräsident Aleksandar Vucic.

Seit Montag wurden 1.500 Menschen umgesiedelt; insgesamt wurden 15.000 evakuiert. Nur wenige sind zurückgeblieben. “Es wird hier monatelang kein Mensch mehr ansässig sein”, meint ein Ortsansässiger. “Vielleicht bis auf jene, die in den großen Gebäuden in den höheren Etagen wohnen.”

Auch die Tierkadaver stellen die Behörden vor große Probleme, landesweit müssen mehrere hundert Tonnen vernichtet werden.

Inzwischen ist klar, dass der Wasserpegel zurückgeht. Aber auch, wenn sich die Situation entschärft – eine solche Flut hat Obrenovac noch nie erlebt.