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Terror in Nigeria: Mehr als 100 Todesopfer durch Explosionen auf Marktplatz

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Terror in Nigeria: Mehr als 100 Todesopfer durch Explosionen auf Marktplatz

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Bei der Explosion von zwei Bomben auf einem belebten Markt in der zentralnigerianischen Stadt Jos sind mindestens 116 Menschen getötet worden.
Rund um den zentralen Markt wurden nach Polizeiangaben ein Krankenhaus und andere Gebäude beschädigt.

Eine Bombe explodierte in einem Lastwagen, ein anderer Sprengsatz in einem Minibus.

Als Urheber des Attentats von Jos wurden die Boko Haram-Rebellen vermutet, die Mitte April mehr als 200 Schülerinnen in der nordnigerianischen Stadt Chibok entführt hatten.

Die Islamisten drohen, die Mädchen zu verkaufen, wenn die nigerianische Regierung gefangene Gesinnungsgenossen und deren Angehörige nicht freilässt.

Eine Schülerin, der die Flucht aus der Gefangenschaft gelang, erhebt nun schwere Vorwürfe gegen das Kollegium.
Die Lehrer sollen die Schülerinnen eingesperrt haben und dann geflohen sein, erklärte das Mädchen:

“Jemand hatte den Lehrern das Eintreffen der Boko Haram angekündigt und gemeint, sie sollten uns wegschicken. Die Lehrer wollten das aber nicht.”

Die Vorwürfe der Schülerin haben die Verunsicherung unter den Angehörigen der Geiseln weiter verstärkt.

Bisher fehlt trotz der Unterstützung von internationalen Experten und dem Einsatz von Aufklärungsflugzeugen noch jede Spur von den entführten Mädchen.