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Viel Leid in Slowjansk

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Viel Leid in Slowjansk

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Die Kriegs-Parteien geben sich gegenseitig die Schuld für die Auseinandersetzungen um Slowjansk.
Doch egal, ob der selbst ernannte Volksbürgermeister Ponomarjow oder die ukrainischen Regierungstruppen für die Zerstörung in ihrer Region verantwortlich sind; die Bürger von Slawjansk zeigten am Dienstag erneut ihren Unmut.

Der selbsternannte Bürgermeister der Stadt, der vor Wochen die Militärbeobachter festgesetzt hatte, sagt jetzt: “Warum beschwert Ihr euch; warum macht Ihr mich für das verantwortlich, was Euch passiert? Ich brauche eure Unterstützung. Ihr denkt immer nur an euch. Aber ich sage euch: ICH werde euch niemals im Stich lassen.”

Auch am Dienstag haben sich Seperatisten mit den Truppen der ukrainischen Regierung in den Vororten Slowjanks schwere Gefechte geliefert. Das Verständnis der Einwohner für die Kämpfe schwindet angesichts der Toten und der Zerstörungen immer mehr, ein Ende ist dennoch nicht abzusehen.

Eine Frau klagt: “Wir wollen endlich Frieden und keine Banditen um uns herum. Wie lange soll das noch weitergehen? Wir waren eine geeinte Nation und nun schaut, wo wir jetzt stehen. Wenn wir eine gemeinsame Regierung hätten, dann hätten wir auch noch ein gemeinsames Land. Und wenn nicht, dann lasst uns wenigstens gehen. Die haben auf jeden geschossen und alles bombadiert. Das war eine Nacht bevor ich nach Hause kam.”