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Balkanflut: Das Wasser geht, die Zerstörung bleibt

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Balkanflut: Das Wasser geht, die Zerstörung bleibt

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Auch im Osten Kroatiens haben Überschwemmungen große Schäden angerichtet. Mehrere Ortschaften sind von den Verkehrswegen und Strom abgeschnitten, sie wurden evakuiert.

Während in Kroatien das Wasser stellenweise noch bis zu den Fenstern steht, konzentrieren sich Bosnien und Serbien vielfach schon auf die Aufräumarbeiten.

Serbien, wo die Energieversorgung um 40 Prozent eingebrochen ist, darf als Beitrittskandidat auf EU-Gelder hoffen. Deutschland gab bereits eine Million Euro an Hilfsorganisationen. Den Menschen ihre Lebensgrundlage wieder geben können sie damit jedoch nicht.

“Ich habe 12 Gewächshäuser und sie stehen alle unter Wasser. Weizen, Mais und anderes. Dies ist alles, was übrig ist. Es ist das Ende, ich weiß nicht, wie wir weiterleben sollen”, meint ein Betroffener.

Die unter anderem für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa macht sich derzeit in Belgrad ein Bild von der Lage. Denn mit dem Wasser verschwinden die Probleme nicht.

Im besonders stark betroffenen Bosnien sackt immer wieder der völlig durchweichte Boden weg, Erdrutsche zerstören laufend Straßen, mindestens 100.000 Häuser sollen unbewohnbar geworden sein. Die Schäden dürften in die Milliarden gehen.