Eilmeldung

Eilmeldung

Ein Roboter soll Weltraumschrott einsammeln

Sie lesen gerade:

Ein Roboter soll Weltraumschrott einsammeln

Schriftgrösse Aa Aa

Einem ursprünglich in Deutschland entwickelten Roboter wurde von Forschern der eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne beigebracht, wie man verschiedene Objekte mit komplexen Formen in weniger als fünf Hundertstelsekunden greift. Mit offener Handfläche ist der Roboterarm unbeweglich, aber er kann sich im Bruchteil einer Sekunde verdrehen, um Objekte zu fangen, die in seine Richtung geworfen werden, wie beispielsweise einen Tennisschläger. Dank einer Reihe von Kameras kreiert er ein Modell für die Flugbahn der Objekte, basierend auf ihrer Geschwindigkeit und ihrer Drehbewegung.

Ashwini Shukla, Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL):

“Wir bringen dem Roboter bei, wie man Objekte greift, die aus verschiedenen Winkeln in seine Richtung geworfen werden. Um das Objekt erfolgreich zu fangen, braucht es eine Koordination zwischen seinem Arm und den Fingern. Wir sammeln Daten und erstellen Modelle, die dem Roboter helfen, die optimale Bewegung vorherzusagen, um den Gegenstand erfolgreich zu fangen und im richtigen Moment die Finger darum zu schließen.”

Laut den Wissenschaftlern könnte ihre Forschung im Weltraum Anwendung finden: Auf einen Satelliten montiert, könnte der Roboter herumfliegende Trümmer einfangen.

EPFL-Professorin Aude Billard:

“Montiert auf einen Satelliten könnte der Roboter Trümmer verfolgen, ihre Rotation und Geschwindigkeit berechnen und so die nächste Bewegung vorhersagen, um seinen Arm in die richtige Position zu bringen, um das Trümmerteil zu greifen und zurück auf die Erde zu bringen.”

Der Roboterarm ist deswegen so präzise im Greifen, weil er in den wenigen Millisekunden, in denen sich der Gegenstand nähert, in Echtzeit immer wieder die Flugbahn korrigiert.