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Italiens Wettbewerbshüter nehmen TripAdvisor & Co aufs Korn

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Italiens Wettbewerbshüter nehmen TripAdvisor & Co aufs Korn

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In Italien wird gegen das Online-Bewertungsportal TripAdvisor ermittelt. Der Verdacht: Das Online-Portal soll nicht genug gegen gefälschte Bewertungen unternehmen. Die italienische Wettbewerbsbehörde untersucht unter anderem, ob das Online-Portal Bewertungen von Kunden und von Hotels bezahlte Anzeigen eindeutig trennt.

Die Buchungsportale Expedia und Booking – auch gegen sie ermittelt die Wettbewerbsbehörde http://www.agcm.it/stampa/news/6950-turismo-antitrust-avvia-istruttoria-nei-confronti-di-tripadvisor-per-verificare-lesistenza-di-una-possibile-pratica-commerciale-scorretta.html – sollen nach deren Ansicht eine marktmissbrauchende Preispolitik betreiben.

Verbraucher, Hotel- und Restaurantbetreiber hätten sich immer wieder beschwert, so die Behörde.

Offenbar geht sie davon aus, dass Booking und Expedia in Italien eine Monopolstellung innehaben und inzwischen rund drei Viertel aller Online-Reservierungen für Hotels über diese Portale getätigt werden. Diese Marktposition sollen die Online-Portale ausgenutzt und mit ihren Vertragskonditionen Hotels niedrige Preise aufgedrückt haben.

Bei einer sogenannten Bestpreisgarantie verpflichten sich Hotels, den Differenzbetrag zu den günstigsten Zimmerpreisen an die Kunden der Onlinedienste auszuzahlen.

Erst kürzlich hatte die Kartellbehörde angekündigt, gegen die Unternehmen Google, Apple und Amazon wegen sogenannter In-App-Käufe in Gratis-Apps zu ermitteln. Dabei geht es etwa um Online-Spiele, die anfangs nichts kosten – bestimmte Funktionen, Eigenschaften oder Zusatzinhalte dann aber doch.

su mit Reuters