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Kriegsrecht in Thailand: Opposition lässt sich feiern


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Kriegsrecht in Thailand: Opposition lässt sich feiern

In den Straßen von Bangkok ist von der Verhängung des Kriegsrechts über Thailand wenig zu spüren. Verkehr und Geschäftsleben liefen wie gewohnt, Soldaten hielten sich zurück.

Die Tourismusbehörde rief Besucher lediglich auf, sich von Demonstrationen und Menschenaufläufen fernzuhalten.

Auf einer Kundgebung ließ sich Oppositionsführer Suthep Thaugsuban in Siegerpose feiern. Sein Bündnis lehnt freie Wahlen ab:

“Auch morgen werden wir noch hier stehen. Wir müssen unsere Mission wie geplant weiterführen, um einen Regierungchef des Volkes zu erhalten und eine Regierung des Volkes.”

Die Opposition verlangt einen ungewählten Rat, der für eine Übergangszeit regieren und Reformen einleiten soll, um eine Vetternwirtschaft zu verhindern.

Die Regierung ist sich dagegen der Mehrheit im Land sicher und besteht deshalb auf Wahlen.

Das Militär will nach eigenen Angaben weitere Todesopfer verhindern und schränkte als erste Maßnahme die Pressefreiheit drastisch ein. Zehn Fernsehsender mussten ihren Betrieb einstellen

Mehr als 25 Menschen sind seit Beginn der Proteste im November umgekommen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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