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Museum zum 11. September: Blick in Amerikas Wunde

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Museum zum 11. September: Blick in Amerikas Wunde

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In New York ist an diesem Mittwoch das Museum zum 11. September 2001 für den Publikumsverkehr geöffnet worden. Bereits vor einer Woche weihte US-Präsident Barack Obama das Gebäude ein, in den ersten Tagen war die Ausstellung den Angehörigen der fast 3000 Opfer der Terroranschläge in New York, Pennsylvania und Virginia vorbehalten. Auf 10.000 Quadratmetern werden Trümmer des World Trade Centers, aber auch ganze persönliche Gegenstände der Opfer gezeigt.

“Das Museum ist emotional überwältigend”, sagt ein Mann. “Es gibt Explosionen, Menschen springen aus Häusern, es ist unverfälscht. Das ist Teil unseres Lebens. Ich weiß nicht mal, ob ich das verkraften kann. Die Besucher werden weinen, mir kamen mehrmals die Tränen.”

Eine Besucherin schildert ihren ersten Eindruck: “Die vielen verlorenen Seelen – man kann gar nicht anders, als mit ihnen zu fühlen, sich mit ihnen verbunden zu fühlen. Denn da liegen ihre Schuhe, ihre Fotos, ihre Angehörigen sprechen über sie. Das alles umzingelt einen irgendwie. Dass man unter der Erde ist, lässt das noch greifbarer erscheinen.”

In einer Eröffnungszeremonie versammelten sich Besucher um eine Fahne, die einst in der Nähe der beiden Türme wehte…