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Nach Verhängung des Kriegsrechts: Thailändische Armee lädt zum Runden Tisch

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Nach Verhängung des Kriegsrechts: Thailändische Armee lädt zum Runden Tisch

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Sie kontrolliert jetzt nicht nur den Verkehr, sondern auch den politischen Prozess. Die thailändische Armee will heute mit den wichtigsten Vertretern aller Seiten über Auswege aus der Krise sprechen.

Wegen der anhaltenden politischen Pattsituation hatte die Armee gestern das Kriegsrecht über Thailand verhängt, ein Demonstrationsverbot erlassen sowie die Pressefreiheit drastisch eingeschränkt. Zehn Fernsehsender wurden vorübergehen abgestellt.

Nun lud Armeechef Prayuth Chan-ocha zu einem Tisch im Armeeclub. Man habe viele Gruppen und Fraktionen, die in Thailand eine wichtige Rolle spielen, aufgefordert, jeweils fünf Vertreter zu schicken, um über Auswege aus dieser Krise zu sprechen, so eine Armeesprecherin. Dazu gehörten der Interims-Vorsitzende des Senats, der Vorsitzende der Wahlkommission sowie die Chefs der Parteien und Bewegungen.

Seit Monaten kommt es in Thailand zu Massenprotesten und Blockaden, dabei gab es bisher mindestens 25 Todesopfer: Die thailändische Opposition wirft der von einer Mehrheit getragenen Regierung Korruption und Vetternwirtschaft vor, sie fordert die Einsetzung eines ungewählten Übergangsrates. Die Regierung, die seit der Absetzung der Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra nur noch kommissarisch regiert, besteht jedoch auf Neuwahlen.