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Neue Züge zu breit - 1200 französische Bahnsteige müssen geändert werden

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Neue Züge zu breit - 1200 französische Bahnsteige müssen geändert werden

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Die französischen Regionalbahnen werden modernisiert, doch dabei ist den Betreibern ein folgenschwerer Fehler unterlaufen. Die etwa 2000 neu bestellten Züge sind schlicht zu breit für viele existierende Bahnsteige.

Aufmerksam machte auf das Problem das französische Satireblatt Canard Enchaine. Doch die 26 französischen Regionen finden die Sache garnicht lustig – sie sollen sich nämlich an den Umbaukosten beteiligen.

“Wir weigern uns, auch nur einen Cent für diese Reparaturen zu zahlen. Wir lassen uns nicht für blöd verkaufen”, so Alain Rousset, der Präsident des Verbands der Regionen.

Ursache des Fehlers war offenbar ein Kommunikationsproblem. Der Schienennetzbetreiber RFF gestand ein, der Bahngesellschaft SNCF veraltete Abmessungen der Bahnsteige übermittelt zu haben. Zwischen den seit 1997 getrennt arbeitenden Staatsbetrieben läuft der Austausch offenbar seit Jahren nicht besonders gut.

Mit den nötigen Arbeiten an den Bahnsteigen wurde bereits begonnen, über 1200 müssen umgebaut werden. Die Mehrkosten will bisher aber niemand übernehmen. Laut SNCF können sie locker aus dem Modernisierungsbudget gedeckt werden. Tatsächlich aber wurden die bereits angefallen Kosten von 80 Millionen Euro aus Notbudgets finanziert.