Eilmeldung

Eilmeldung

Ostukraine: Wahlkommission in Donezk berichtet von Angriffen der Separatisten

Sie lesen gerade:

Ostukraine: Wahlkommission in Donezk berichtet von Angriffen der Separatisten

Schriftgrösse Aa Aa

Für die Separatisten in Donezk ist klar: Hier soll kein ukrainisches Staatsoberhaupt gewählt werden. Doch auch die von ihnen ausgerufene Volksrepublik steht auf wackligen Füßen – umso mehr, als dass der mächtige Oligarch Rinat Achmetow ihnen den Krieg erklärt hat.

Die selbst ernannten Herren der wichtigsten Industrieregion des Landes geben sich unbeeindruckt: “Natürlich wird es Versuche geben, eine Wahl abzuhalten, aber wir werden keine Abstimmung durchführen”, so der Parlamentssprecher der autoproklamierten Volksrepublik, Denis Pushilin. “Wie sollen wir auf unserem Gebiet die Wahl eines Nachbarlandes abhalten?”

Unterdessen werde es für die offizielle Wahlkommission immer schwieriger, die Abstimmung vorzubereiten, berichtet Irina Kondratenko. Sie habe die Leitung eines Wahlbüros in Donezk übernommen, nachdem ihre Chefin für kurze Zeit entführt wurde: “Wir wurden von den Angehörigen der sogenannten Volksrepublik Donezk angegriffen und mit Waffen bedroht. Sie kamen hier rein und haben alle Dokumente mitgenommen. Jetzt versuchen wir, alles wiederherzustellen.”

Oligarch Achmetow rief die Beschäftigten in seinen Bergwerken in Mariupol dazu auf, aus Protest gegen die Separatisten zu streiken. Diese seien Gauner und zerstörten die Region, sagte er in einer Fernsehansprache.

Unterdessen haben Unbekannte einen Bus gestoppt, in dem Sportler eines Fußballklubs saßen, der Achmetow gehört. Angriffe auf die Insassen soll es nicht gegeben haben.