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Ukraine: Regierungstruppen verhaften britischen Journalisten

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Ukraine: Regierungstruppen verhaften britischen Journalisten

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In der Ukraine sorgen die Verhaftungen mehrerer Journalisten durch Regierungstruppen für Aufregung. Wie die ukrainische Nationalgarde bestätigte, wurde der für den kremlfinanzierten Fernsehsender “Russia Today” (RT) arbeitende britische Reporter Graham Phillips in Mariupol festgenommen und anschließend an den Geheimdienst übergeben. Der für seine Maidan-kritischen Berichte bekannte freie Journalist solle dann an die britische Botschaft in Kiew übergeben und freigelassen werden.

Phillips hatte laut RT in seinen letzten Telefongesprächen mit dem Sender berichtet, dass er vermutlich für einen Spion gehalten werde, das berichtete die britische BBC. Zudem sei sein Auto durchsucht und sein Laptop konfisziert worden.

Bereits am Sonntag hatten Regierungskräfte in der Nähe von Slowiansk zwei russische Journalisten unter Terrorverdacht verhaftet. Die Reporter hätten der Armee zufolge Separatisten begleitet, die angeblich einen Angriff auf einen Flugplatz planten. Sie wollten filmen, wie Ukrainer umgebracht werden, so der Chef der Sicherheitskräfte. Ihre Dokumente seien der UN übergeben worden.

Kremlchef Wladimir Putin bezeichnete die Vorwürfe als, so wörtlich, Blödsinn. Ein für Pressefreiheit zuständiger Vertreter der OSZE verlangte die Freilassung der Journalisten und eine gründliche Untersuchung.