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Arlington: Protest vor Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen

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Arlington: Protest vor Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen

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Die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) dauern an – der Protest auch. In Arlington in der Nähe von Washington diskutieren Dutzende Interessengruppen noch bis Freitag über die Regeln für das geplante Bündnis. Kritiker befürchten, dass sich bei den Gesprächen vor allem Wirtschaftslobbyisten durchsetzen und Umwelt und Verbraucherschutz leiden werden. “Die Unternehmen arbeiten daran, den kleinstmöglichsten gemeinsamen Nenner zu finden, sodass die Standards möglichst weit herabgesetzt werden”, so die Anti TTIP-Demonstrantin Gynnie Robnett in Arlington.

Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze, die Steigerung der Kaufkraft: Diese Effekte wird das zwischen EU und Vereinigten Staaten geplante Abkommen laut Befürwortern haben. “Die USA und Europa müssen beide in einer Welt bestehen, in der die aufstrebenden Länder in Asien und Lateinamerika in vielen Bereichen zu einer immer größer werdenden Herausforderung werden”, so Shaun Donnelly vom “U.S. Council for International Business”. “Wir müssen uns verbessern, und das geht am besten, wenn wir zusammenarbeiten.”

An diesem Sonntag stimmt Europa auch über die Gestaltung der Freihandelszone ab, so die Einschätzung des euronews-Korrespondenten in Washington. Stefan Grobe: “Die Gespräche zum transatlantischen Freihandelsabkommen befinden sich in einem entscheidenden Stadium: Während die Interessengruppen auf beiden Seiten zunehmend unter Hochdruck arbeiten, wächst der politische Widerstand in Europa und Amerika. Vor diesem Hintergrund könnte der Ausgang der Europawahlen entscheidend werden.”