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Balkanflut: Alles verloren, aber am Leben

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Balkanflut: Alles verloren, aber am Leben

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Die Überschwemmungen auf dem Balkan haben ganze Landstriche zerstört. Wo einst Menschen lebten, erstrecken sich nun riesige Seen.

In Serbien sind nach Behördenangaben 1,6 Menschen Millionen direkt von der Naturkatastrophe betroffen, in Bosnien ein Viertel der rund 3,8 Millionen Einwohner.

Viele Menschen haben alles verloren: Ihre Häuser, ihre gesamte Habe, doch sie sind froh, dass sie mit dem Leben davongekommen sind. Mehr als 50 Menschen wurden durch die Wassermassen in den Tod gerissen.

Tausende harren in Notunterkünften aus. Diejenigen, die nach Hause können, stehen oft vor dem Nichts. Wie die Bosnierin Stana Majdanovic: “Was sollen wir tun? Wo sollen wir hin? Ich habe Kinder und Enkel, wir können nirgendwo bleiben.”

Familie Fejzic ist in ihr Dorf rund 100 Kilometer nordwestlich von Sarajevo zurückgekehrt: Trümmer und Verwüstung sind überall.

“Um dieses Haus zu bauen, habe ich mir Geld von der Bank geliehen”, sagt Nihad Fejzic. “Der Kredit ist das Einzige, was ich noch habe. Und der muss abbezahlt werden.”

Nihad Fejzic hat auch den Krieg in den 90er Jahren erlebt. Nun muss er wieder von vorne anfangen.

Froh sei er, überlebt zu haben, sagt sein Sohn Alija. Und dass er noch seine Katze habe.