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Beginn der Europawahl: Briten und Niederländer stimmen bereits am Donnerstag ab

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Beginn der Europawahl: Briten und Niederländer stimmen bereits am Donnerstag ab

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In Großbritannien und in den Niederlanden haben die Bürger heute zuerst die Wahl.
Bis zum Sonntag können in der EU mehr als 400 Millionen Wahlberechtigte über die künftige Zusammensetzung des Europaparlaments entscheiden.

Und europaweit wächst damit die Sorge, dass es zu einem Erstarken von rechtsextremen, populistischen und euroskeptischen Parteien kommt.

So wird im traditionell eurokritischen Großbritannien ein starkes Abschneiden von Nigel Farage und dessen rechtspopulistischer UKIP-Partei erwartet.
Sie könnte laut Umfragen sogar stärkste politische Kraft auf der Insel werden.

Auf einem ähnlichen Kurs befindet sich in den Niederlanden Rechtspopulist Geert Wilders mit der Partei für Freiheit. Umfragen sagen in Den Haag ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der pro-europäischen und linksliberalen Partei D66 voraus.

European parliament elections

Niederländische Demoskopen rechnen mit einer Wahlbeteiligung von 37 Prozent – wie schon bei der letzten Abstimmung 2009.

“Ist ihre Einstellung zu Europa positiv oder negativ?”

“Nicht immer positiv,” sagt diese Niederländerin.

“Warum nicht?”

“Mit der EU-Gründung ist nicht alles besser geworden. Die Einführung des Euro etwa hat alles teurer gemacht. Das gefällt mir nicht besonders.”

Ein anderer Niederländer meint:

“Ich bin europafreundlich, wir sollten für vieles dankbar sein. Im Moment gibt es negative Stimmungen und das ist nicht fair. Es sind viele Arbeitsplätze geschaffen worden und die offenen Grenzen haben uns gutgetan.”

Im neuen Europaparlament werden 28 Staaten durch 751 Abgeordnete vertreten sein. Mit 96 Parlamentariern wird Deutschland die meisten Vertreter stellen – gefolgt von Frankreich mit 74 Abgeordneten.