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Geert Wilders: "Mehr europaskeptische Wähler als je zuvor"

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Geert Wilders: "Mehr europaskeptische Wähler als je zuvor"

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In den Niederlanden öffneten die Wahllokale an diesem Donnerstag bereits um halb acht Uhr morgens. Zwölfeinhalb Millionen stimmberechtigte Bürger entscheiden über die Vergabe von 26 Sitzen im Europaparlament. Wie in anderen Teilen des Kontinents auch, spielten EU-kritische Töne im Wahlkampf eine wichtige Rolle.

Bei der Europawahl vor fünf Jahren war die Freiheitspartei des Rechtspopulisten Geert Wilders nach den Christdemokraten zweitstärkste Kraft.

“Heute ist nicht nur ein guter Tag für die Demokratie, sondern es könnte auch eine historische Wahl werden, denn zum ersten Mal werden in vielen europäischen Ländern – nicht nur in den Niederlanden – die europaskeptischen Stimmen zu hören sein und es gibt mehr europaskeptische Wähler als je zuvor”, sagte Wilders nach dem Wahlgang.

Manch Wähler hält Wilders Forderung nach mehr Nationalstaat und weniger EU, seine Kritik am Islam und seine Warnung vor Entfremdung für Panikmache.

“Ich habe eine völlig andere Denkweise. Er kann natürlich denken, was er will und sagen, was er will. Aber es ist schade, dass es so viele Leute gibt, die sich seiner Meinung anschließen”, meint eine Niederländerin.

Ein Mann sagt: “Es gibt viele Probleme, und er weist auf viele Probleme hin. Aber ob er auch Lösungen für diese Probleme hat, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein.”

Bleibt das Problem des Desinteresses vieler Bürger an der Abstimmung. euronews-Reporter Olaf Bruns berichtet aus Den Haag: “Einer der wichtigsten Faktoren bei diesen Wahlen ist die Wahlbeteiligung. Umfragen sagen voraus, dass diesmal weniger als ein Drittel der Niederländer ihre Stimme abgeben wird.”