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Kara Walker: provozierende Kunst aus Zucker

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Kara Walker: provozierende Kunst aus Zucker

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Eine Sphinx mit den Gesichtszügen einer afro-amerikanischen Frau. Aber sie ist weiß und mit 160.000 Pfund Zucker überzogen. Kara Walker konfrontiert ihr Publikum mit sexistischen und rassistischen Stereotypen. Bekannt wurde die Künstlerin mit provokanten Papierarbeiten. In der New Yorker Domino Sugar Factory zeigt sie ihre erste Skulptur.

Kara Walker: “Am Anfang war es eine traditionelle ägyptischen Sphinx, die sich dann zum Griechisch-Römischen hin verwandelte, so in der Art wie die Sphinx, die die Tore von Theben bewacht und alle verschlingt, die sie nicht verstehen. Das ähnelt meinem Charakter.”

Die Figur wurde von der Non-Profit-Organisation “Creative Time” in Auftrag gegeben, eine Skulptur im verlassenen Raum, bevor das Gebäude abgerissen wird. Das Kunstwerk mit dem Titel “A Subtlety or the Marvelous Sugar Baby” ist noch bis zum 6. Juli zu sehen.

Berlins prominenteste kulturelle Touristenattraktion, das Pergamonmuseum
, wird ab 29. September teilweise geschlossen: Der Raum mit dem Pergamonaltar wird aufgrund von Sanierungsarbeiten für voraussichtlich fünf Jahre nicht zugänglich sein. Rund 1,3 Millionen Menschen besuchten den Pergamon-Saal im vergangenen Jahr.

Andreas Scholl, Direktor des Pergamon Museums: “Hier wird es nur technische Veränderungen geben. Eine dramatisch verbesserte Beleuchtung. Zum ersten Mal eine hoffentlich funktionierende Klimatisierung. Wir werden die originalen Wandfarben wieder herstellen.”

Läuft alles nach Plan, ist der Saal 2019 wieder zugänglich. Während der Sanierungsarbeiten werden einige der Statuen in anderen Bereichen des Hauses gezeigt, andere werden an Museen weltweit ausgeliehen.