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Präsidentenwahl: Ukraine hofft auf geregelten Ablauf

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Präsidentenwahl: Ukraine hofft auf geregelten Ablauf

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Der Oligarch Petro Poroschenko alias “Der Schokoladenkönig” gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Präsidentenwahl in der Ukraine am kommenden Sonntag. Die im deutschsprachigen Raum bekanntere und vor wenigen Monaten aus der Haft entlassene Julia Timoschenko kommt nur auf etwa sechs Prozent in den Umfragen.

Süßwarenfabrikant Poroschenko, der mit seinem Geld und einem eigenen TV-Sender die Proteste auf dem Maidan in Kiew mitgesteuert hat, ist der Hoffnungsträger vor allem im Westen der Ukraine.

“Auf neue Weise leben” lautet das Wahlkampfmotto des 48-Jährigen, der in den Augen vieler Stimmberechtigter für Finanzkraft, Besonnenheit und möglichen wirtschaftlichen Aufschwung steht:

“Wir werden in jedem Fall zur Wahl gehen und folgen damit der Botschaft der Leute hier auf dem Maidan. Die Zeit der Kniefälle ist vorbei, wir wollen unsere Würde zurück.”

“Ich komme eigentlich aus Slowjansk in der Region Donezk. In unserer Stadt dürfen wir nicht wählen. Meine Familie und ich werden in die Region Charkiw reisen und versuchen, dort unsere Stimme abzugeben.”

Unmittelbar vor den Wahlen am Sonntag machen ukrainischen Truppen im sogenannten “Anti-Terror-Einsatz” gegen
pro-russische Separatisten nach Regierungsangaben starke Fortschritte.

In den russisch geprägten Regionen Donezk und Luhansk wende sich das Blatt, erklärte Regierungschef Arsenij Jazenjuk. Am Wahltag sollen mehr als 75000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein.