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Die Bank gewinnt nicht immer - Barclays für Durchstechereien beim Goldfixing bestraft

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Die Bank gewinnt nicht immer - Barclays für Durchstechereien beim Goldfixing bestraft

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Weil Mitarbeiter ungehindert jahrelang am Goldpreis gedreht haben, hat die britische Finanzaufsicht der Großbank Barclays rund 32 Millionen Euro Strafe aufgebrummt. Die Behörde wirft der Bank vor, durch zu lasche Kontrollen den Betrügereien einzelner Mitarbeiter Vorschub geleistet zu haben.

Ein besonders dreister Fall: Im Juni 2012 habe ein Mitarbeiter den Nachmittags-Goldpreis zum Nachteil eines Kunden beeinflusst – nur einen Tag, nachdem Barclays wegen Manipulationen beim international bedeutenden Referenzzinssatzes Libor zu knapp 360 Millionen Euro Strafe verurteilt worden war.

Am Goldfixing sind neben Barclays auch die Deutsche Bank, Bank of Nova Scotia, HSBC und Société Générale beteiligt. Sie legen zweimal täglich gemäß Angebot und Nachfrage Preise fest. Diese Werte sind in einem Multi-Milliarden-Markt die Richtschnur, unter anderem für Edelmetallhändler, Rohstoffunternehmen und Zentralbanken.

su mit dpa