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Europawahl 2014: Triumph für Konservative - und Europaskeptiker

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Europawahl 2014: Triumph für Konservative - und Europaskeptiker

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Die konservative Europäische Volkspartei (EVP) mit ihrem Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker hat die Europawahl gewonnen. Eine Hochrechnung des Europaparlaments bestätigte am späten Sonntagabend weitgehend eine zuvor veröffentlichte Prognose: Demnach kommt die EVP auf 28,23 Prozent (212 Sitze), gefolgt von den Sozialdemokraten mit 24,63 Prozent (185 Sitze).

Auf Platz drei liegen die Liberalen mit 9,85 Prozent. Rechtsorientierte und populistische Parteien kamen auf insgesamt rund 19 Prozent, das war rund ein Prozentpunkt mehr als bisher erwartet. Ob es am rechten Rand eine neue Fraktion geben wird, ist noch offen.

European parliament elections

Aufgrund des Wahlergebnisses nehmen die Konservativen für sich in Anspruch, mit Juncker den nächsten EU-Kommissionspräsidenten zu stellen. Aber auch der Kandidat der Sozialdemokraten, Martin Schulz, gab sich noch nicht geschlagen.

Allerdings konnten auch die Eurogegner zulegen. In Großbritannien wurde die euroskeptische UKIP mit 31,1% stärkste Kraft, in Frankreich kam die rechtsextreme Front National von Marine Le Pen auf rund 25 %. Die Sozialisten von Präsident Francois Hollande wurden abgestraft und landete hinter der UMP auf dem dritten Platz. In Deutschland schafften es die Euroskeptiker von der AfD aus dem Stand auf 7 %.

Die Wahlbeteiligung lag mit knapp über 43 Prozent im Wesentlichen genau so hoch wie bei der letzten Wahl im Jahr 2009.