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Hoffnungen und Sorgen vor der Präsidentenwahl in der Ukraine


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Hoffnungen und Sorgen vor der Präsidentenwahl in der Ukraine

Auf dem Maidan in Kiew wehen noch die Fahnen, stehen noch Plakate mit den Forderungen der Demonstranten. Eine davon wird am Sonntag erfüllt – zumindest im größten Teil der Ukraine. Die vorgezogene Präsidentenwahl kann aber allein keines der drängenden Probleme lösen.
Wirtschaftskrise und Haushaltsdefizit haben viel mit der ausufernden Korruption zu tun. In der Bewertung der Weltbank nach seriöser Staatsfinanzierung kommt die Ukraine unter 189 Staaten nur auf Platz 140. Das erklärt auch die Sorgen der Bürger, wie die Journalistin Natalja Sokolenko betont. Sie bezeichnet Bekämpfung der Korruption, Justizreform und Steuerreform als vordringliche Aufgaben. Die unübersehbaren Mängel auf diesen Gebieten haben zu den Protesten sowohl auf dem Maidan als auch im Osten des Landes geführt. Die Menschen haben die Korruption satt und die Unsicherheit auf den Straßen, wo die Polizei sie nicht schützt.

Wie soll man die Lehrer angemessen bezahlen, wenn die Kassen des Staates leer sind? Seit 1993 betrug die Wachstumsrate magere 0,05 Prozent.
Lehrerin Olha Zorenko beschreibt ihre Lage: Ein Lehramtsanfänger bekommt umgerechnet 60 Euro im Monat. Ein Lehrer am Ende seines Berufslebens kommt höchstens auf umgerechnet 250 Euro. Es ist eine Schande, wie Lehrer bezahlt werden, die doch für die Zukunft des Landes arbeiten. Wie sprechen in den Schulen viel darüber, was anders gemacht werden sollte. Die Lehrer sind motiviert, sie sind auch bereit, mehr zu leisten. Sie sind bereit, für unsere Kinder, unsere Zukunft Opfer zu bringen. Darum muss es besser werden. So eine Chance bekommen wir nicht wieder, wenn wir diese jetzt verpassen.

Lehrer und auch Eltern sehen die Zukunft mit Hoffnung und Sorgen. Sie sehen sich auch selber in der Verantwortung für die Kinder, die heute noch unbeschwert auf dem Schulhof spielen. Für sie soll die Zukunft besser werden.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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