Eilmeldung

Eilmeldung

Rating-Agenturen klopfen Spanien und Griechenland auf die Schultern

Sie lesen gerade:

Rating-Agenturen klopfen Spanien und Griechenland auf die Schultern

Schriftgrösse Aa Aa

Die Kreditnoten Spaniens und Griechenlands werden besser, und das wohl auf Dauer. Der Ausblick sei jeweils stabil, so die Zeugnis-Anmerkungen von zwei Rating-Agenturen. Heißt für den Rest der Euro-Klasse: Die Währung scheint über den Berg. Auseinanderbrechen abgewendet.

Wegen besserer Konjunkturaussichten wertete Standard & Poor’s (S&P) die Kreditwürdigkeit Spaniens auf. Sie stieg um eine Stufe auf “BBB”. Diese Note steht für ein geringes bis mittleres Ausfallrisiko spanischer Anleihen.

Das Land entfernt sich so einen kleinen Schritt weiter vom sogenannten Ramsch-Status, der Anlagen als riskant brandmarkt.

S&P ist die dritte Rating-Agentur, die Spanien in letzter Zeit eine bessere Bonität bescheinigte.

Spanien hat 2013 eine jahrelange Rezession überwunden und peilt dieses Jahr 1,2 Prozent Wachstum an. S&P erwartet, dass es bis 2016 mit im Schnitt plus 1,6 Prozent pro Jahr so weitergeht. Achillesferse bleibt der Arbeitsmarkt.

Die Rating-Agentur Fitch beförderte Griechenland von “B-” nach “B” – heißt: immer noch spekulativ, aber etwas weniger. Begründung: eine bessere Haushaltslage.

Die EU-Kommission hatte der Regierung in Athen bescheinigt, 2013 und damit früher als geplant im Kernbereich des Staatshaushalts schwarze Zahlen geschrieben zu haben. Dabei geht es um den sogenannten Primärüberschuss – ohne Schuldendienst.

Das Land hatte am Kapitalmarkt zuletzt ein glänzendes Comeback gefeiert. Die erste griechische Anleihe seit Beginn der Schuldenkrise 2010 traf auf großes Interesse der Anleger.

su mit dpa