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Thailand: Militär verhaftet Ex-Regierungschefin Yingluck

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Thailand: Militär verhaftet Ex-Regierungschefin Yingluck

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Einen Tag nach dem Militärputsch in Thailand hat das Militär Ex-Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra verhaftet. Wie ein hochrangiger Armeeangehöriger bestätigte, seien zudem ihre Schwester und ihr Schwager in Gewahrsam genommen worden. Beide hatten ebenfalls der Regierung angehört.

Fast das gesamte frühere Kabinett befand sich zu Gesprächen im Armeehauptquartier in Bangkok. Wohin Yingluck und ihre Angehörigen gebracht wurden, ist bisher nicht bekannt. Armeechef Prayuth Chan Ocha hatte zuvor erklärt, einen “vernünftigen Übergang” einleiten zu wollen. Er ernannte sich selbst zum amtierenden Ministerpräsidenten. Zu möglichen Wahlen sagte er bisher nichts.

Neben den Mitgliedern der ehemaligen thailändischen Regierung fanden sich auch Diplomaten mehrerer Länder zu Hintergrundgesprächen über die aktuelle Situation in Bangkok ein. Der deutsche Botschafter erklärte, er werde daran nicht teilnehmen. Der Putsch wurde international kritisiert.

Auch in der Bevölkerung regt sich Widerstand gegen die selbst ernannte Militärregierung. Mehrere Hundert Menschen protestierten in Bangkok trotz eines Versammlungsverbots. Die Soldaten hielten sich Augenzeugenberichten zufolge jedoch zurück.

Die Armee hatte am Donnerstag die Macht ergriffen, nach dem die Konfliktgespräche zwischen Regierungsanhängern und -gegnern erneut gescheitert waren. Die Teilnehmer der Gespräche wurden ebenfalls festgenommen. Der Aufenthaltsort der Anführer beider Lager ist weiterhin nicht bekannt.

Seit vergangenem November lieferten sich Opposition und Regierungsanhänger teils blutige Auseinandersetzungen. Bei den Protesten wurden mindestens 28 Menschen getötet.

Auch andere Botschafter wollten sich allenfalls vertreten lassen.

Der Putsch wurde international kritisiert. Der deutsche Botschafter in Thailand erklärte, er werde eine Einladung des Armeechefs zu Hintergrundgesprächen nicht annehmen.

Zu dem Briefing fanden sich mehrere nicht näher bekannte Diplomaten ein.

Diplomaten meherer Länder fanden sich zu dem Briefing in Bangkok ein. den von dem Armeechef angesetzten Hintergrundgesprächen über die aktuelle Situation

hatte zuvor erklärt, nicht teilnehmen zu wollen

In Bangkok folgten mehrere Diplomaten der Einladung des Armeechefs zu Hintergrundgesprächen über die aktuelle Situation. .

Der Armeechef hatte die Botschafter mehrerer Länder zu einem Hintergrundgespräch über die aktuelle Situation eingeladen. Der deutsche Botschafter in Thailand erklärte, er werde nicht teilnehmen.

die Einladung des Armeechefs zu einem Hintergrundgespräch über den Putsch nicht annehmen zu wollen.

Der deutsche Botschafter in Thailand hat eine
Einladung des Putschgenerals zu einem Hintergrundgespräch
ausgeschlagen. “Ich werde nicht teilnehmen!” twitterte Botschafter
Rolf Schulze am Freitag.
Armeechef Prayuth Chan-ocha wollte das diplomatische Corps über die
Hintergründe des Putsches informieren. Auch andere Botschafter
wollten sich bei dem Gespräch allenfalls durch rangniedrige
Diplomaten vertreten lassen.
Bei der Verkündung der Machtübernahme hatte Prayuth Chan-ocha am
Donnerstag versichert, dass das Militär alle Ausländer schützen
werde. Der Putsch wurde weltweit verurteilt, auch in Berlin.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier rief die Verantwortlichen zu
raschen Neuwahlen auf.

Laut General Prayuth Chan Ocha sollte mit den Gesprächen ein “vernünftiger Übergang” eingeleitet werden. Prayuth ernannte sich selbst zum amtierenden Ministerpräsidenten. Er übernehme die Regierungsverantwortung, so lange bis ein neuer Ministerp

Das Militär hatte größere Versammlungen nach der Machtergreifung verboten.

Ein paar hundert Demonstranten haben in Bangkok am
Freitag gegen den Militärputsch demonstriert. Sie verstießen mit
ihrer Kundgebung gegen die drakonischen Auflagen des Militärs, das
jede Versammlung von mehr als fünf Menschen verboten hat. Die Leute
hielten am Kulturzentrum Schilder mit der Aufschrift in Thai und
Englisch hoch: “Nein zum Putsch”. Soldaten waren auch zugegen, sie
hielten sich aber zunächst zurück, wie Augenzeugen berichteten.

“We will do so for not more than week, that would be too long. We just need to organise matters in the country first,“ said the officer, who declined to say where Yingluck was being held. (Reporting by Panarat Thepgumpanat; Editing by Robert Birsel and Alex Richardson)

wurden

zwei
weitere Regierungsmitglieder in Gewahrsam genommen,

Thailand’s military government detained on Friday former Prime Minister Yingluck Shinawatra and members of her family after summoning her and other ministers for talks a day after the military seized power from her caretaker government.

“We have detained Yingluck, her sister and brother-in-law,“ a senior military officer told Reuters. The two relatives have held top political posts.