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Thailand nach dem Militärputsch: Ausgangssperre tritt in Kraft - USA prüfen Konsequenzen

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Thailand nach dem Militärputsch: Ausgangssperre tritt in Kraft - USA prüfen Konsequenzen

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Nach dem Militärputsch in Thailand hat die Armee die Demonstranten beider Lager dazu aufgefordert, ihre Aktionen zu beenden. Die Soldaten riegelten den Zugang zu den Protestlagern ab. Zudem wurde im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Lage blieb zunächst ruhig, doch international stößt das Vorgehen der thailändischen Armee auf Kritik. Das US-Außenministerium prüfe eventuelle Konsequenzen, so Sprecherin Jen Psaki: “Zu diesem Zeitpunkt überdenken wir unsere militärische und die sonstige Unterstützung der thailändischen Regierung. Wir überprüfen die Lage vor Ort und haben vorbereitende Schritte für die Aussetzung unseres militärischen Engagements eingeleitet. Das ist die übliche Vorgehensweise.”

Es ist der zwölfte Militärputsch seit dem Ende der absoluten Monarchie im Jahr 1932. Armeechef Prayuth Chan-ocha hatte am Donnerstag nach dem erneuten Scheitern der Gespräche zwischen den Konfliktparteien die Macht ergriffen. In einer Fernsehansprache verkündete er, dass die Armee die politischen Institutionen reformieren und das Land wieder einen wolle. Die Armee setzte die Verfassung weitestgehend außer Kraft. Ein Sprecher teilte mit, dass ab sofort ein Militärrat regieren werde.

Seit vergangenem November lieferten sich Anhänger und Gegner der gestürzten Regierung teils blutige Auseinandersetzungen. Bei den Protesten wurden mindestens 28 Menschen getötet.