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Präsidentschaftswahl in der Ukraine: Bürger im Osten des Landes haben Angst

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Präsidentschaftswahl in der Ukraine: Bürger im Osten des Landes haben Angst

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Am Sonntag wird in der Ukraine ein neuer Präsident gewählt. In den von prorussischen Separatisten besetzten Gebieten im Osten des Landes haben viele Menschen jedoch Angst zur Wahl zu gehen. Denn die moskautreuen Kräfte haben angekündigt, alles zu tun, um die Abstimmung zu stören. In Donezk warnen die Vertreter der selbst ernannten Volksrepublik potenzielle Wähler.

Wladimir Makovich, stellvertretender Vorsitzender der Volksrepublik Donezk:
“Es ist nicht erlaubt, die Wahl des Präsidenten eines anderen Landes in der Volksrepublik Donezk abzuhalten. Es gibt hier aber einige Verbrecher, die auf die Anweisungen hören wollen, die aus einem anderen Land, aus der Ukraine kommen. Und es gibt nur einen Weg, mit ihnen umzugehen.”

Etwas außerhalb von Donezk wurde am Samstag ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, bei dem Muslime, Katholiken, Protestanten und griechisch Orthodoxe gemeinsam für Frieden beteten.

“Tod und Gewalt, es ist so schlimm”, sagt ein Priester unter Tränen. “Wir werden gemeinsam beten, wir werden voller Kummer beten. Gott segne uns alle.”

“Natürlich ist es gefährlich, wählen zu gehen. Wir haben Angst, aber wir sind freie Bürger unseres Landes. Und wir wollen unsere Meinung frei äußern können”, meint ein Besucher des Gottesdienstes.

Sie alle wollen am Sonntag an der Wahl teilnehmen. Doch die prorussischen Separatisten haben bereits in den vergangenen Tagen eine Vielzahl der Wahllokale in Donezk besetzt.