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Brüssel: Täter nach Angriff auf jüdisches Museum weiter auf der Flucht

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Brüssel: Täter nach Angriff auf jüdisches Museum weiter auf der Flucht

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Das ist der Mann, der am Samstag im jüdischen Museum von Brüssel drei Menschen getötet hat. Die belgische Polizei veröffentlichte die Bilder einer Überwachungskamera, weil sie sich davon Hilfe bei der Suche nach dem Täter erhofft. Der Mann ist noch immer auf der Flucht. Er war am Samstag mit einer Kalaschnikow-Maschinenpistole in das Museum gestürmt, hatte um sich geschossen und war geflüchtet. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Sicherheitskräfte wollen einen antisemitischen Hintergrund nicht ausschließen.

Maurice Sosnowski, Präsident des Koordinationsausschusses jüdischer Organisationen in Belgien:
“Ganz Belgien ist in Alarmbereitschaft, in Brüssel und im ganzen Land, denn wir wissen nicht, wo sie diese Mörder aufhalten. Es wäre aber übertrieben, wenn ich sagen würde, dass mich das beruhigt.”

Joel Rubinfeld, Präsident der belgischen Liga gegen Antisemitismus:
“Wir sollten uns daran erinnern, dass Europa auf einem Versprechen aufgebaut wurde. Dieses Versprechen lautet: Nie wieder! Und heute gibt es Menschen, die es doch wieder tun wollen. Menschen wie den kaltblütigen Killer hier in Brüssel oder wie vor zwei Jahren Mohammed Merah in Toulouse.”

Am Sonntag hatten belgische Medien berichtet, dass auch der Mann, der bei dem Attentat schwer verletzt worden war, inzwischen gestorben sein. Der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur wies diese Information jedoch zurück. Die Person sei jedoch in einem kritischen Zustand, so Mayeur.