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Europawahl in Frankreich und Deutschland

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Europawahl in Frankreich und Deutschland

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Auf unserer Tour quer durch Europa anlässlich der Europawahl machen wir jetzt Halt in Frankreich. Was bewegt die Wähler in unserem Nachbarland?

“Es fehlen heutzutage die charismatischen Charaktere in der Politik, wie zum Beispiel ein Jacques Delors oder ein Willy Brandt”, sagt eine Wählerin.

“Ich bin Vater und Großvater. Ich wähle nicht für mich, sondern für meine Enkel. Das ist eine fundamentale Angelegenheit. Entweder Europa oder wir verrecken”, meint ein Wähler.

Euronewskorrespondent Olivier Péguy:
“Vor einigen Tagen hat das Innenministerium verfügt, dass die Wahllokale bis 7 oder 8 Uhr geöffnet haben sollen, überall dort, wo es möglich ist. Die Wähler sollen so viel Zeit bekommen, ihre Stimme abzugeben, wie möglich. Wird das die Wahlbeteiligung wirklich beeinflussen? Das werden wir erst am Abend wissen, wenn die Ergebnisse feststehen.”

Blicken wir nun nach Deutschland. Hier in Berlin sind die Wahllokale, wie im ganzen Land, seit dem frühen Morgen geöffnet. Auch in der Bundeshauptstadt haben wir einige Stimmen eingefangen.

“Ich finde, für junge Menschen gibt es zu wenige Informationen, und dass das so ein bisschen untergeht”, findet eine junge Berlinerin.

“Enttäuscht war ich vor allen Dingen, dass in der Krise in Europa vor allem Banken gerettet wurden und auf die Bevölkerung keine Rücksicht genommen worden ist”, meint ein Wähler.

Euronewskorrespondentin Andrea Büring:
“Wenn die Euroskeptiker der Alternative für Deutschland wie erwartet 7% oder mehr Stimmen holen, dann haben die Konservativen keine Wahl: Um weitere Stimmenverluste vor den Landtagswahlen zu vermeiden, müssen sie Themen wie die Kritik am Euro und Sozialmissbrauch aufnehmen.”

European parliament elections