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Italien nach der Krise und vor der Europawahl

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Italien nach der Krise und vor der Europawahl

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Auch die Italiener wählen heute ihre Europaabgeordneten. Der unmittelbaren Krise ist das Land entkommen, aber auch die neue Regierung versucht zu sparen, wo es geht.

Das merken Bereiche wie die Forschung hier in Rom, an La Sapienza, Italiens größter Universität.

“Es gibt wenige offene Stellen und kaum Möglichkeiten voranzukommen”, sagt die Forscherin Maura Casciola. “Ich hoffe, dass Europa stärker geeint wird und dass jedes Land den gleichen Nutzen davon hat.”

Erst einmal aber betrachten die Regierenden den möglichen Ausgang der Europawahl mit Sorge.

“Die Zukunft meiner Regierung hängt nicht von der EU-Wahl ab”, versucht Regierungschef
Matteo Renzi schon vorab, ein womöglich schlechtes Ergebnis nicht auf sich zu beziehen.

Umfragen zeigen, dass Renzis Mitte-Links-Partei PD (Partito Democratico) nicht viel besser
als die strikt oppositionelle Fünf-Sterne-Bewegung abschneiden wird.

Nötig seien mindestens fünf Punkte Vorsprung, um sagen zu können, die PD habe einen vollen Erfolg verbucht, rechnet die Zeitung “Corriere della Sera” vor.

Am Sonntag gehe es bei der Wahl um ein Match zwischen denen, die auf Angst und Schrecken setzten, und jenen, die das Land verändern wollten, warnt Renzi vor Populismus und Anti-Europa-Strömungen.