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Papst lädt Schimon Peres und Mahmud Abbas zum Friedensgespräch in den Vatikan ein

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Papst lädt Schimon Peres und Mahmud Abbas zum Friedensgespräch in den Vatikan ein

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Papst Franziskus ist bekannt für seine überraschenden Gesten: Abweichend vom offiziellen Protokoll stieg der Pontifex bei seiner Fahrt durch Bethlehem plötzlich aus seinem Papamobil und verharrte kurz im Gebet an der israelischen Trennmauer, die die Geburtsstadt Jesu von Jerusalem abriegelt.

Eine Geste für den Frieden vor Tausenden jubelnder Palästinenser, die seit den frühen Morgenstunden die Straßen säumen. Auf dem Krippenplatz vor der Geburtskirche zelebrierte Papst Franziskus eine Heilige Messe. Die Menschen sind begeistert von seinem Auftritt:

“Wir sind sehr glücklich, auch wenn nur sehr wenige Leute dabei sein durften, aber jetzt ist es sehr sehr aufregend.”

“Als Johannes Paul II. nach Polen reiste, war es der Anfang des Falls der sozialistischen Herrschaft dort. Also ja, warum kann Franziskus hier nicht das Gleiche bewirken und den Frieden bringen. Ich glaube daran.”

“Wir beten heute aus vollem Herzen, wir wünschen uns das Ende der israelischen Besatzung. Wir wollen das Ende jeglichen Leids, das Ende des Tötens. Aus seiner Messe und seinem Besuch ziehen wir Hoffnung für unser Volk, für Frieden und einen eigenen Staat mit seiner Hauptstadt Jerusalem.”

Während seines Besuchs forderte der Papst “Mut zum Frieden” von allen Parteien. Außerdem hat er den israelischen Staatschef Schimon Peres und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu einem Gebetstreffen in den Vatikan eingeladen.

Papst Franziskus zelebrierte den Besuch in seinem Stil: direkt und zugänglich: Trotz der Sicherheitsrisiken hat er ein offenes Fahrzeug verlangt, um den Menschen so nah wie möglich sein zu können. Hätte er einen gepanzerten Wagen benutzt, hätte er laut dem Vatikan Angst gezeigt. Aber der Papst ist hier, um zu demonstrieren, dass die Angst die Menschen gegeneinander aufbringt.