Eilmeldung

Eilmeldung

Ukraine auch am Wahltag tief gespalten

Sie lesen gerade:

Ukraine auch am Wahltag tief gespalten

Schriftgrösse Aa Aa

Die Ukrainer stimmen heute über einen neuen Präsidenten ab. 35 Millionen Bürger sind wahlberechtigt, sie haben die Auswahl zwischen 21 Kandidaten.

Im Osten des Landes, in den Regionen Donezk und Luhansk, hingegen wird in vielen Orten nicht gewählt. Dort hatten Separatisten unabhängige Volksrepubliken ausgerufen, es kommt immer wieder zu blutigen Gefechten zwischen Aufständischen und Einheiten der ukrainischen Armee.

Der Unternehmer Petro Poroschenko gilt als Favorit auf das Präsidentenamt, der ehemaligen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko werden Außenseiterchancen eingeräumt.

Viele Menschen in der Ukraine setzen große Hoffnungen in die Wahl und den neuen Staatschef.

“Die Wahl wird helfen, unser Nachbarland davon abzuhalten, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen”, sagt eine Frau in Kiew. “Wir werden einen rechtmäßig gewählten Präsidenten haben und wir werden unsere Zukunft in der Ukraine alleine gestalten.”

Ein Mann meint: “Wir brauchen eine unnachgiebige und zupackende Person, deren Entscheidungen uns helfen, die Probleme in den Unruheregionen physisch und moralisch zu lösen.”

Präsident Viktor Janukowitsch war im Februar gestürzt worden, in den vergangenen Monaten führte Olexandr Turtschynow kommissarisch die Amtsgeschäfte.

euronews-Reporterin Angelina Kariakina berichtet aus Kiew:
“Es wird eine sehr hohe Beteiligung an der Präsidentenwahl erwartet, denn die Menschen hoffen, dass die Wahl dabei helfen wird, die Lage zu stabilisieren und Reformen in die Wege zu leiten, die die Ukrainer schon so lange fordern.”