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Cinéfondation: Preise für Hochschul- und Kurzfilme

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Cinéfondation: Preise für Hochschul- und Kurzfilme

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Auch der Filmnachwuchs wird auf dem Festival von Cannes ausgezeichnet von der Cinéfondation und Kurzfilm-Jury. Vorsitzender der Jury war in diesem Jahr der renommierte iranische Filmemacher Abbas Kiarostami.

“Das Hauptinteresse und das große Privileg des Wettbewerbs der Cinefondation ist, dass jungen Filmemachern die Möglichkeit haben, zehn Tage lang mit Vertretern der Filmbranche und Veteranen zusammenzutreffen. Diese Atmosphäre spornt sie an und erlaubt ihnen, ihre Arbeit auf gewisse Weise zu legitimieren, ihren Beruf ernst zu nehmen.”

Der erste Preis des Wettbewerbs ging an die US-Amerikanerin Annie Silverstein von der University of Texas in Austin. Ihr Streifen “Skunk” handelt von einem vereinsamten Mädchen, das zugelaufene Hunde bei sich aufnimmt und mit Tieren besser zurechtkommt, als mit Menschen. Doch als ihr Lieblingshund gestohlen wird, ist sie zum Äußersten bereit.

Die Teilnahme am Festival in Cannes ist für die junge Filmemacherin Annie Silverstein eine ganz große Chance. “Schon allein hier zu sein und zu den 16 von der Cinéfondation ausgewählten Filmen zu gehören ist eine große Ehre und auf jeden Fall eine Bestätigung. Filme zu machen ist keine leichte Angelegenheit, jeder hier hat sein bestes gegeben und eine Menge geopfert. Wenn dann so etwas geschieht, macht das Mut für den weiteren Weg.”

Der zweite Preis ging an die Japanerin Atsuko Hirayanagi. Ihr Film “Oh Lucy” handelt von einer Büroangestellten, die einen Englischlehrer mit unkonventionellen Methoden hat. Dieser nennt sie Lucy und verpasst ihr eine blonde Perrücke.

Der Preis eröffnet neue Perspektiven meint die Japanerin Atsuko Hirayanagi, die an der Universität in Singapur studiert. “Das öffnet Türen für Filmstudenten und unabhängige Filmemacher, die ansonsten keine Anerkennung finden. Vor allem Kurzfilmregisseure. Die Anerkennung auf internationalen Filmfestivals hat uns Türen geöffnet.”

Der dritte Preis ging an “The bigger Picture” von Daisy Jacobs und “Lievito Madre” von Fulvio Risuleo. Vom Animationsfilm bis zur surrealistischen Komödie, so vielfältig war das Spektrum, bestätigt Cinéfondation-Direktor Georges Goldenstern. “Die jungen Filmemacher haben allen Grund, stolz zu sein, vor allem, dass ein Jury-Präsident wie Abbas Kiarostami die Preise überreicht, der zugleich Ehrenpräsident der Cinéfondation ist, seit der Gründung der Festivalsektion. Er akzeptierte sofort, ebenso wie Martin Scorsese und andere historische Mitglieder.”

Jedes Jahr werden beim Cinéfondation-Wettbewerb über 1600 Beiträge eingereicht. Die Festivalsektion existiert seit 1998 und hatte bereits Filme von über 90 Hochschulen aus aller Welt zu Gast.

Vor Kiarostami standen andere große Filmemacher wie Jean-Pierre Dardenne, Michel Gondry oder Jane Campion der Jury vor.