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Darum haben die Ukrainer Poroschenko gewählt

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Darum haben die Ukrainer Poroschenko gewählt

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Russland hat in den vergangenen Monaten vor allem die nationalistischen Kräfte für die Unruhen in der Ukraine verantwortlich gemacht. Bei der Präsidentschaftswahl erhielt die nationalistische Partei Svoboda jedoch nur 1,3 Prozent. Igor Miroschnitschenko, führendes Mitglied von Svoboda meint:

“Mal sehen, was sich Putin als Nächstes einfallen lässt. Er wird schon etwas finden, mit dem er den Russen Angst machen kann.”

Yevhen Mahda ist Politikexperte. Er zeigt sich wenig überrascht von dem Wahlergebnis.

Yevhen Mahda:
“Der Ruf nach Stabilität ist stärker in der Ukraine als der nach radikalen Maßnahmen. Svoboda hat es nicht geschafft, sich darauf einzustellen. Das Wahlergebnis der Partei spiegelt ihren politischen Einfluss wieder.”

Mit der Wahl Petro Poroschenkos haben sich die Ukrainer für einen gemäßigten Kandidaten entschieden. Ihm trauen sie zu, die Unruhen zu beenden und für Frieden zu sorgen.

“Die Svoboda-Partei wird von den Ukrainern im Westen und in der Mitte des Landes geschätzt. Dass wir nicht für sie gestimmt haben, liegt nicht daran, dass sie kein Ansehen genießt. Wir wollten lieber den rational denkenden Poroschenko. Weil wir ihm zutrauen, den Konflikt zu schlichten”, meint eine Frau.

Eine andere sagt:
“Einer der Kandidaten einer radikalen Partei hat gestern gesagt, dass er gar nicht Präsident werden wollte. Er wollte bloß zeigen, dass seine Partei die Interessen der Ukraine vertreten könnte.”

Poroschenko wird es wohl nicht leicht haben, die Hoffnungen der Ukrainer zu erfüllen. Beim Thema Krim beispielsweise liegen die Positionen in Kiew und Moskau noch weit auseinander.