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Flüssigkeit im Handgepäck: Bald geht noch mehr

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Flüssigkeit im Handgepäck: Bald geht noch mehr

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Die meisten Passagiere kennen inzwischen die Prozedur. Wer die Sicherheitskontrollen am Flughafen passieren will, muss mitgeführte Flüssigkeiten in der berühmten verschließbaren Plastiktüte vorzeigen. Gnadenlos im Müll landet alles, was die Obergrenze von 100 Millilitern übersteigt.

Die seit 2006 geltenden verschärften Flüssigkeitsbestimmungen sollen laut
EU-Beschluss schrittweise aufgehoben werden dank besserer Detektionssysteme die derzeit vielerorts in Europa gestestet werden. Allen voran der Laserscanner namens “Insight100”. Das Gerät ist in der Lage, Flüssigkeiten, Pulver und Gele in verschiedenen Behältnissen binnen fünf Sekunden zu testen.

Ken Mann, Cobalt Light Systems: “Nach fünf Sekunden schlägt das Gerät Alarm, eine rote Lampe leuchtet auf und gibt an, um welche Bedrohung es sich handelt. Wird kein Alarm ausgelöst, öffnet sich die Tür, der Bildschirm leuchtet grün und die Flasche kann an den Passagier zurückgegeben werden. Konkret durchleuchten wir Behälter mit dem Scanner, analysieren Veränderungen der Lichtwellenlänge und vergleichen diese mit sämtlichen registrierten gefährlichen Stoffen. Wenn eine Bedrohung besteht, wird der Alarm ausgelöst, aber nur dann.”

Entdeckt der Scanner potenziell gefährlichen Inhalt, schlägt er Alarm und listet die beanstandete Substanz am Bildschirm auf. Das von den europäischen Flugsicherheitsbehörden genehmigte Gerät kann Behälter in verschiedener Farbe und Transparenz bis zur Größe einer Dreiliter-Flasche testen und weist eine Fehlalarmquote von weniger als 0,5 Prozent auf.

Ken Mann, Cobalt Light Systems: “Mit unserer Technik können wir ganz unterschiedliche Oberflächen durchleuchten, ganz gleich ob Plastik, Glas oder Karton. Wir sehen den Inhalt, ohne die Behältnisse zu öffnen.”

Ein weiterer Vorteil, laut Hersteller: Die Geräte sind einfacher zu bedienen, was den Zeitaufwand bei der Sicherheitskontrolle deutlich verringern könnte.