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Papst Franziskus: Holocaust eine "unermessliche Tragödie"

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Papst Franziskus: Holocaust eine "unermessliche Tragödie"

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Am letzten Tag seiner Reise ins Heilige Land hat Papst Franziskus in Yad Vashem den Holocaust als eine “unermessliche Tragödie” bezeichnet. Vielleicht, so sagte Franziskus weiter, sei nicht einmal Gott in der Lage gewesen, sich einen solchen Abgrund vorzustellen.

Als erster Papst legte Franziskus auch einen Kranz am Grab von Theodor Herzl nieder. Er ist der Begründer des modernen Zionismus und somit ein Symbol für die Rückkehr der Juden nach Israel. Franziskus wurde bei dem Besuch von dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem Staatspräsidenten Schimon Peres begleitet. In palästinensischen Kreisen war diese Geste auf Kritik gestoßen.

Israel missfiel hingegen das Zusammentreffen Franziskus’ mit dem umstrittenen Großmufti Mohammed Hussein. Dieser hatte vor gut zwei Jahren einen religiösen Text zitiert, in dem zur Tötung von Juden aufgerufen wird.

An der Klagemauer, dem Ort, der für Juden ihren historischen Anspruch auf das Land repräsentiert, verharrte der Papst in stillem Gebet. Am Ende hinterließ er einen Zettel in einer der Ritzen zwischen den Quadern.

Euronews-Korrespondent Luis Carballo berichtete aus Jerusalem:
“Während seines Besuchs im Heiligen Land betete Papst Franziskus vor zwei Mauern: Vor der israelischen Sperranlage in Bethlehem und vor der Klagemauer in Jerusalem. In zwei Wochen werden Schimon Peres und Mahmud Abbas die gleiche Geste machen, wenn sie gemeinsam in Rom beten”.