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Papstbesuch in Ostjerusalem: Sicherheitsvorkehrungen erzürnen palästinensische Christen

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Papstbesuch in Ostjerusalem: Sicherheitsvorkehrungen erzürnen palästinensische Christen

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Vor 50 Jahren erreichten die römisch-katholischen und der orthodoxen Kirchen hier eine historische Annäherung, nun sollen erneut Gegensätze überwunden werden. Papst Franziskus ist im zweiten Abschnitt seiner Reise in den Nahen Osten mit Vertretern aller großen Religionen zusammengekommen.

Für das Treffen in der Grabeskirche war Franziskus aus dem Westjordanland nach Ostjerusalem gereist. Bei einer Zusammenkunft mit Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas in Bethlehem hatte sich Franziskus zuvor für eine Zweistaatenlösung und die Schaffung eines Staates Palästina ausgesprochen.

Doch auch Franziskus Mission des Dialoges wurde von der schwierigen Realität überschattet. Rund 8000 israelische Polizisten waren für den Schutz des Papstes abgestellt. Doch die Absperrungen provozierten Zorn bei palästinensischen und israelischen Christen:

“Wir sind hierher gekommen, um unseren Papst zu begrüßen”, so eine wütende Besucherin. “Er kommt und besucht unser Jerusalem. Es ist unsere Stadt, nicht ihre, und wie sie sehen, sind wir betend hergekommen. Aber sie hindern uns daran, unseren Papst willkommen zu heißen.”

euronews-Korrespondent Luis Carballo: “Die Christen Jerusalems haben Papst Franziskus zwar willkommen geheißen, aber nur aus der Ferne, denn nah können sie ihrem Papst nicht kommen. Polizei und Armee haben alle Zugänge zur Altstadt und besonders zur Grabeskirche abgeriegelt.”